Zertifizierungen

Unter dem Dach der Deutschen Röntgengesellschaft werden verschiedene Zertifizierungen angeboten, die dem Ziel der Qualitätssicherung in der diagnostischen und interventionellen Radiologie zum Wohl des Patienten dienen.


Arbeitsgemeinschaft Bildgebende Verfahren des Bewegungsapparates in der DRG
Bildgebende Verfahren des Bewegungsapparates haben in Diagnostik und minimal-invasiver Therapie muskuloskelettaler Erkrankungen einen hohen Stellenwert. Fragestellungen aus dem Bereich der muskuloskelettalen Radiologie machen einen hohen Anteil in der täglichen Routine in Klinik und Praxis aus. Die AG Bildgebende Verfahren des Bewegungsapparates in der Deutschen Röntgengesellschaft bietet interessierten Radiologen und Kollegen in der Weiterbildung zum Radiologen die Möglichkeit, ein strukturiertes Zertifizierungsprogramm in der muskuloskelettalen Radiologie zu absolvieren, an dessen Ende eine Zertifizierung durch die AG erfolgt. Neben Personen werden auch Zentren mit besonderer Expertise auf diesem Gebiet zertifiziert.
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Arbeitsgemeinschaft Herz- und Gefäßdiagnostik in der DRG
Die kardiale Computertomografie und die kardiale Magnetresonanztomografie haben sich in der letzten Dekade fest in der klinischen Routine etabliert. Die schnellen technischen Entwicklungen beider Methoden und die komplexen Anforderungen an die Bildgebung des schlagenden Herzens machen Spezialkenntnisse und eine kontinuierliche Fortbildung des Untersuchers erforderlich, um eine hohe Bild- und Befundqualität sicherzustellen.Vor diesem Hintergrund verfolgt die AG Herz- und Gefäßdiagnostik ein dreistufiges Konzept der Zertifizierung von Personen. Darüber hinaus werden die Zertifizierung von DRG-Zentren bzw. DRG-Schwerpunktzentren für kardiovaskuläre Bildgebung sowie die Zertifizierung von Fortbildungsveranstaltungen angeboten.
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Arbeitsgemeinschaft Ultraschall in der DRG
Die kontrastverstärkte sonografische Untersuchung (englisch: contrast-enhanced ultrasound, CEUS) hat inzwischen seit einigen Jahren Einzug in die Ultraschall Routineuntersuchung bekommen. Es existieren inzwischen eine Vielzahl von Indikationen, die zu einer Erweiterung des diagnostischen Spektrums im klinischen Ultraschall geführt hat. Für die erfolgreiche Anwendung von CEUS sind jedoch technische wie auch klinische Erfahrungen notwendig, welche bisher kein obligater Bestandteil des Weiterbildungscurriculums der Radiologie sind. Die AG Ultraschall in der DRG bietet die Möglichkeit, Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung dieses Verfahrens zu erwerben und mit dem Zertifikat CEUS für Radiologen zu dokumentieren.
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Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie, DeGIR (gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie, DGNR)
Interventionell-radiologische bzw. interventionell-neuroradiologische Techniken haben in Diagnostik und Therapie einen hohen Stellenwert. Die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) sowie die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) bieten interessierten Radiologen die Möglichkeit, ein strukturiertes Ausbildungsprogramm in Interventioneller Radiologie bzw. Neuroradiologie zu absolvieren, an dessen Ende eine DeGIR- bzw. DeGIR/DGNR-Zertifizierung steht. Ziele des optionalen DeGIR-/DGNR-Spezialisierungs-Programmes sind:
- strukturierte Fortbildung des Nachwuchses in Interventioneller Radiologie und Neuroradiologie
- Zertifizierung nach Absolvierung der qualitätsgesicherten Fortbildung in Interventioneller Radiologie und Neuroradiologie
- Bündelung und Zertifizierung vorhandener Fortbildungsangebote
- Angebot eigener DeGIR/DGNR-Fortbildungsmodule in Kliniken und auf Kongressen
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Zertifizierung von Gefäßzentren (DRG/DeGIR, DGG und DGA)
Die Deutsche Röntgengesellschaft führt in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) Zertifizierungen von Gefäßzentren durch.
Die Diagnose und Therapie von Gefäßerkrankungen haben sich in den letzten Jahren dynamisch weiterentwickelt. Fachübergreifende Diagnose- und Therapiekonzepte kommen inzwischen in ambulanten und stationären Einrichtungen zum Tragen. Dabei kommt der diagnostischen und interventionellen Radiologie eine zentrale Bedeutung zu, da sie in Kooperation mit der Gefäßchirurgie sowie Angiologie diese Konzepte im Interesse der Gefäßpatienten optimal anbieten kann. Die Bildung eines Gefäßzentrums ist die logische Konsequenz, wobei der Zertifizierungsprozess zum anerkannten Gefäßzentrum einen entscheidenden Anteil zu Qualitätsverbesserung und -sicherung beitragen soll.
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Zertifizierung für MTRA

Fachkraft für Mammadiagnostik (DRG gemeinsam mit dvta und VMTB)
Der Kurs richtet sich an MTRA und medizinisches Assistenzpersonal, welches sich auf dem Gebiet der Mammadiagnostik weiterbilden will. Der Umfang des Kurses beträgt 40 Unterrichtsstunden und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Unter der Voraussetzung, dass eine praktische Tätigkeit in der Mammadiagnostik von zwei Jahren und die Fachkunde im Strahlenschutz nachgewiesen werden können, erhalten die Teilnehmer eine Urkunde über die Zertifizierung als Fachkraft für Mammadiagnostik. Das Zertifikat wird von der DRG, der VMTB und dem DVTA ausgestellt. Dieses Zertifikat muss alle drei Jahre mit einem Refresherkurs aktualisiert werden.

Fachkraft für Kardiovaskuläre Bildgebung
Der Kurs richtet sich an MTRA, welches sich auf dem Gebiet der kardiovaskulären Bildgebung weiterbilden will. Der Umfang des Kurses beträgt 40 Unterrichtsstunden in drei Modulen und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Unter der Voraussetzung, dass Berufserfahrung und Kenntnisse in der radiologischen Bildgebung von zwei Jahren und die Fachkunde im Strahlenschutz nachgewiesen werden können, erhalten die Teilnehmer eine Urkunde über die Zertifizierung als Fachkraft. Das Zertifikat wird von der DRG und der VMTB ausgestellt. Innerhalb von fünf Jahren müssen Fortbildungen und eine weiterhin durch belegte Untersuchungszahlen nachgewiesene praktische Tätigkeit im Bereich der kardialen Bildgebung nachgewiesen werden (50 CME-Punkte), um das Zertifikat zu aktualisieren.

Fachkraft für Interventionelle Radiologie
Der Kurs richtet sich an MTRA und medizinisches Assistenzpersonal, welches sich auf dem Gebiet der interventionellen Radiologie weiterbilden will. Der Umfang des Kurses beträgt 30 Unterrichtsstunden in drei Modulen und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Unter der Voraussetzung, dass Berufserfahrung und Kenntnisse in der interventionellen Radiologie von zwei Jahren nachgewiesen werden können, erhalten die Teilnehmer eine Urkunde über die Zertifizierung als Fachkraft. Das Zertifikat wird von der DRG und der VMTB ausgestellt. Innerhalb von fünf Jahren müssen Fortbildungen und eine weiterhin durch belegte Untersuchungszahlen nachgewiesene praktische Tätigkeit im Bereich der Intervention nachgewiesen werden (30 CME-Punkte), um das Zertifikat zu aktualisieren.

Weitere Informationen zur Zertifizierung für MTRA finden Sie auf den Seiten der VMTB.