Stellungnahme Klinische Prüfungen

Klinische Prüfungen: mehr Effizienz, aber nicht auf Kosten der Qualität!

Der Medizinische Fakultätentag (MFT), der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und die Koordinierungszentren für Klinische Studien (KKS-Netzwerk) haben am 6. November 2017 „Gemeinsame Empfehlungen zur Erstellung einer Gesamtleistungsrechnung der Vergütung bei der Durchführung einer klinischen Prüfung in einem Prüfzentrum“ veröffentlicht.

Die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG) begrüßt grundsätzlich Initiativen, die sich um Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung bemühen, denn qualitativ hochwertige Studien erfordern eine professionelle Planung, Studienvorbereitung und -durchführung. Eine Vereinfachung bzw. Standardisierung von Studienverträgen, insbesondere von studienbedingten Kostenpositionen, darf jedoch nicht dazu führen, dass einzelne studienbezogenen Leistungen als reine Auftragsarbeit bzw. als einzelne Kostenposition klassifiziert und pauschalisiert werden. Dies gilt insbesondere für die Radiologie, deren bildgebende Verfahren oftmals entscheidend sind für die Bewertung neuer Medikamente oder innovativer Therapiemaßnahmen.

Die DRG fordert deshalb in einer Stellungnahme mit Blick auf die Qualität der Studienergebnisse und zum Wohle der Patienten, Vertragsverhandlungen stets mit der hierfür notwendigen Sorgfalt und Detailtiefe zu begegnen.

veröffentlicht am Mittwoch, 15. November 2017